Geschichte und Werdegang des Observatoriums

siehe auch Aktuelles auf der Hauptseite und Astronomische Demobilder!






Im März 2020 war der Komet Neowise sogar mit unbewaffneten Auge recht gut zu sehen. Die linke Abbildung zeigt eine Montage von Fotos, die mit einer einfachen Kamera (Lumix DMC-TZ10) bei dreifachen zoom entstand. Es wurden mehrere Aufnahmen gemacht und im Computer addiert. Da die Bilder auf Komet und Sterne zentriert wurden erscheint der irdische Horizont mehrfach wegen der Erddrehung und der daraus resultierenden scheinbaren Himmelsdrehung. Die rechte Abbildung zeigt den Kometen Neowise mit dem 40cm Planewave Spiegelteleskop des Observatoriums Wendelstein. Belichtet wurde je 13 mal für je 3 Sekunden, zwei Serien, eine mit einem SDSS g Filter (blau-grün) und eine mit einem SDSS r Filter (rot). Die gezeigten Aufnahme wurde durch auf den Kometen zentriertes Addieren der 26 Einzelaufnahmen erhalten. Gesichtsfeld etwa 0.5 Grad (das entspricht dem Vollmonddurchmesser), das Gesichtsfeld von Teleskop und CDD Kamera reicht nicht aus, um den Schweif in der gesamten Läange zu zeigen. Oben rechts sieht man die Sogenannte Koma des Kometen. Alle Aufnahme: Christoph Ries. Allgemeinverstäadlichen Informationen zu dem Kometen findet man bei Wikepedia.

Am Abend des 17.05.2020 wurde um UT 22:57 (00:57 MEZS am 18.05.20) eine Feuerkugel von der Allsky-Kamera am Wendelstein registiert wurde. Gezeigt wird ein sogenanntes 'animated gif', es laufen also die Aufnahmen der Allsky-Kamera als endlos Film der Belichtungen vor, während und nach dem Feuerkugelereignis ab. Der Boloid wurde auch in der Tschechische Republik intensiv beobachtet. Die dortigen Kollegen um Dr. Pavel Spurný konnten das in die Erdatmosphäre eindringede Objekt auf etwa 140 g bestimmen und eine Bahn um Sonne zuordnen, die mit der Bahn des Riesenplaneten Jupiter zusammenhängt. Detailierte Information findet man hier.


Das oben gezeigte Bild ist eine Aufnahme des Galaxienhaufens A85, im Zentrum ist die hellste Galaxie des Haufens, Holm 15 zu sehen. Die Aufnahme entstand mit dem Wide-Field Imager des Wendelstein 2m Fraunhofer Teleskops. Basierend auf dieser Aufnahme sowie umfangreichen spektroskopischen Studien mit dem MUSE Spektrographen der Europäischen Südsternwarte (ESO) hat ein Team aus Wissenschaftlern der Universitäts-Sternwarte München und des Max-Planck-Instituts fuer Extraterrestische Physik (MPE) in Garching das bislang schwerste supermassive schwarze Loch gefunden. Ein detailierte Beschreibung findet man in der Pressemitteilung von LMU bzw. MPE. Die wissenschaftliche Arbeit erscheint im Astrophysical Journal (Dec. 3, 2019).

Jahresposter 2019: Aufnahme der Sternentstehungsregion S106 mit der 3KK des 2m Fraunhofer Teleskops des Wendelstein-Observatoriums. Diese kompakte Sternentstehungsregion findet sich im Sternbild Schwan in einer Entfernung von etwa 4000 Lichtjahren und hat einen Durchmesser von ungefähr sechs Lichtjahren. Die wolkige Struktur aus Staub und Gas wird durch einen neu entstandenen, mindestens 15 Sonnenmassen schweren Stern im Zentrum von S106 zum Leuchten gebracht. Die 3KK Aufnahme des 2m Teleskops entstand bei den Wellenlängen 1.2, 1.6 und 2.1 µm und zeigt die Region wie wir sie sehen würden, wenn unsere Augen im Nahinfraroten empfindlich wären. Zum Vergleich wird im kleinen Bild rechts unten eine 3KK-Aufnahme von S106 im visuellen Wellenlängenbereich (im halben Masstab der Infrarot-Aufnahme) gezeigt. Bei visuellen Wellenlängen absorbieren Staubteilchen in S106 und im Vordergrund der Region den Grossteil des Sternlichtes aus dem Inneren, S106 erscheint dunkler und kleiner als bei NIR Wellenlängen, bei denen der Staub das Licht deutlich weniger absorbiert und Struktur und Grösse von S106 viel besser sichtbar werden.

Am Abend des 16.10.2019 wurde um UT 18:58 (20:58 MEZS) inweiten Teilen des Südens von Bayerns, aber auch Österreich, Baden-Würtenbergs, der Schweiz und Frankreich eine Feuerkugel gesehen, die auch von der Allsky-Kamera am Wendelstein registiert wurde. In der oben gezeigten Aufnahme ist die Feuerkugel am westlichen Horizont (oberhalb der Kuppel des 2m Teleskops) sichtbar. Die starke Aufhellung am Ost-Horizont (und einige helle Lichtpunkte und Refelxe) ist vom aufgehenden Mond verursacht.


Der massive Wintereinbruch der letzten Tage (Beginn 2019) in den nördlichen Alpen hat auch am Observatorium seine massiven Spuren hinterlassen. Mehr Bilder vom Wendelstein findet man bei den Nachbarn vom BR und den Wendelsteinbahnen.



Totale Mondfinsternis am 27.7.2018, beobachtet mit dem 41 cm Planewave Teleskop des Observatoriums Wendelstein. Aufnahmen mit SBIG CCD Kamera in g, r, und i Filtern kombiniert zu einem sogenannten Echtfarbenbild (vorlaeufige Bearbeitung noch im Verlauf der Finsternis). Beobachter M. Schmidt, Datenbearbeitung C. Goessl.








Totale Mondfinsternis am 27.7.2018, beobachtet mit dem 11.5 cm f=80cm Teleskop von der Terrasse des Observatoriums Wendelstein. Die Aufnahmen zeigen den Verlauf der Finsternisse und sind Ausschnitte aus einem livestream, der der 'Langen Nacht der Mondfinsternis' am Deutschen Museum, der Volkshochschule München, der Volkssternwarte München, der ESO-Supernova und der LMU zur Verf&uzml;gung gestellt wurde. Beobachter M. Kluge, Datenbearbeitung Ch. Obermeier.

Mit dem gleichen Teleskop wurde ein FILM erstellt, der die Bewegung des verfinsterten Mondes zwischen den Sternen sowie den Austritt aus dem Kernschatten zeigt und den man auf der Aktuallitäten-Seite der Ludwig-Maximilians-Univeristät (LMU) München findet.

DFN und M-Net schaffen 1GB Anbindung des Observatoriums Wendelstein







Venustransit am 6.6.2012 am Projektionsschirm des Koronographen

Sonnenaufgang (Wolfgang Mitsch) Austritt (Wolfgang Mitsch) Austritt (Wolfgang Mitsch) Video (Wolfgang Mitsch)

Einweihungsfeier des 2m Fraunhofer Teleskops 21.5.2012

Festredner Staatsminister Dr. W. Heubisch mit LMU Praesident Prof. B. Huber, Prof. R. Bender und Ltd. Baudirektor R. Pfeuffer (Staatl. Bauamt Muenchen II) am Ende des Festaktes Fuer musikalische Umrahmung sorgten die Bayrischzeller Alphornblaeser Nach dem Festakt war Gelegenheit gegeben, das neue Teleskop zu besichtigen.

Installation des 2m Fraunhofer Teleskops begonnen

Montierung in der Kuppel installiert (August 2011) Hauptspiegel beim Einbau in der Zelle mit dem 2.5 to Kuppelkran (September 2011).

Echtfarbendarstellung von Aufnahmen der Supernova SN 2011 fe in M 101 und des Kometen (C/2009 P1) mit dem 40 cm Wendelsteinteleskop und CCD Kamera

SN 2011fe in M101 am 26.9.2011 (B 7*100s r' 5*35s i' 5*50s) Komet C/2009 Garradd am 12.9.2011 (B 5*200s r' 5*120s i' 5*120s)

Aufnahmen der Supernova SN 2011 fe in M 101 mit dem 40 cm Wendelsteinteleskop und CCD Kamera (Falschfarbendarstellung!)

r-Band Aufnahme vom 26.08.2011 r-Band Aufnahme vom 31.08.2011 Lichtkurve der SN2011fe 25.8.-28.12.2011 im B- (blau) und r-Band (rot)

Sonnenfinsternis am 4.1.2011

Sonnenaufgang (Christoph Ries) Sonnenaufgang (Christoph Ries) H-alpha Licht mit dem mobilen Choronographen (Christoph Ries)





Richtfest auf dem Wendelstein am 28.7.2010

Video vom RFO - Regional Fernsehen Oberbayern



Observatorium Wendelstein bekommt neue 8.5m Baader-Kuppel (25.5.2010)

Seit 2009 entsteht am Wendelstein ein hochmodernes 2m-Teleskop. Dazu mußte das bisherige Gebäude des 80cm Teleskops einer neuen größeren Kuppel mit 8,5 m Durchmesser weichen. Schon im Frühjahr 2008 wurde das alte 0,8 m Teleskop entfernt und die zugehörige Kuppel abgerissen. 2009 wurde dann das Fundament mit ca. 90 Tonnen Beton für das neue 2m-Teleskops gegossen und der neue Hochbau aufgestellt. Im Mai 2010 konnte nun einer der kritischsten Schritte verwirklicht werden. Ein Schwerlasthubschrauber der Firma Heli Swiss stand bereit, um die bis zu 3 Tonnen schweren Bauteile der neuen Baader Kuppel mit einem Durchmesser von 8,5 m vom Sudelfeld auf die Spitze des 1838 m hohen Wendelsteins zu fliegen. Schon seit Tagen wurde auf günstiges Wetter gewartet, als dann am 25.5. um 14:00 der Startschuß für den Transport gegeben wurde. Da auf dem Gipfel kein Kran zur Verfügung steht, mußten die Bauteile zur Montage vom fliegenden Helikopter gehalten werden. Dies verlangte den Teams von Heli Swiss und Baader höchste Präzision ab und dauerte insgesamt 5 Stunden. Ein weiterer kleiner Hubschrauber der Firma Wucher flog schon vorab Material und Arbeiter auf den Gipfel. Die Erleichterung bei den Teams und dem verantwortlichen Lehrstuhlinhaber der LMU Prof. Ralf Bender war groß, als dann auch das letzte Bauteil paßgenau abgesetzt war. Die Endmontage dauert noch bis Sa. 29.5. Nun können erste Funktionstests mit der drehbaren Kuppel gemacht werden. Der Innenausbau der Kuppel soll bis Ende dieses Jahres fertiggestellt werden. Die Installation des Teleskops der Firmen Kayser-Threde / Astelco ist ab Frühjahr 2011 vorgesehen. Die wissenschaftlichen Beobachtungen sollen im Spätsommer 2011 beginnen und widmen sich der Untersuchung der Dunkeln Materie, der Galaxiendynamik und der Erforschung von Planeten- und Sternentstehung.

Webcam-Video by Claudia Hinz by Claudia Hinz by Claudia Hinz



2009: Ausbau zum 2 Meter Teleskop

Fertig montierte Verschalung für das Betonfundament des 2m Teleskops. Ausbohren der Fundamentgrube für den Teleskoppfeiler. Montage der Stahlarmierung fuer den Teleskoppfeiler. Veränderte Observatoriumsanlick vom Wendelstein-Kircherl: Die alte Kuppel ist verschwunden und der Aufzug ist gekürzt.



Astronacht 2009

Prof. Harald Lesch mit der Musikgruppe Gaya interesssiertes Publikum



2007-2015: 40 cm Cassegrain Praktikums Teleskop

Im Jahre 2007 wurde in der alten 3 m Kuppel ein 40 cm Cassegrain Teleskop der Firma Astelco installiert. Da die noch aus Zeiten der Sonnenüberwachung stammende 3 m Aluminium Kuppel trotz einiger Reparaturen und Ergänzungen nicht mehr in einen zuverlässigen Betrieb zu nehmen war und im Juli ein massiver Defekt auftrat, musste sie kurzfristig ersetzt werden. Eine neue 3.2 m Kuppel der Firma Baader konnte äußerst kurzfristig beschafft und montiert werden, um das Problem zu beheben. Das 40 cm Teleskop war mit einer SBIG ST10 CCD Kamera mit den Filtern SDSS g′, r′ und i′ sowie Johnson B und V bestückt (weitere Filter verfügbar). Das Teleskop hat ein Öffnungverhältnis von f/8 bzw. einen Abbildungsmaßstab von 0.44″/pixel. Es ist “remote” aus dem Beobachtungsraum oder aus der Universitätssternwarte München steuerbar. Ein Fiberabgriff erlaubte es, dass Licht eines hellen Sternes in einen kleinen Spektrographen zu leiten (PSPEC). Dieser wurde im Rahmen des Praktikums zur Einführung in die optische Spektroskopie genutzt.

Das Teleskop wurde zur Durchführung von Praktikumsaufgaben im Rahmen der Diplom- bzw. Masterausbildung der Studenten der LMU und zur Überwachung von Delta-Cepheii Sternen der Milchstrasse benutzt. Es unterstützt das 2 m Teleskop als sogenannter Extinktionsmonitor (d.h. es vermisst als Roboter die Durchsichtigkeit der Atmosphäre). Mit dem Teleskop wurde unter anderem die beginnende Kernaufloesung des Kometen ISON entdeckt. Nach seiner Demontage im Fruehjahr 2017 wurde es an die Universitaets-Sternwarte Muenchen in Bogenhausen verbracht, wo es weiterhin dem studentischen Praktikum dienen wird.
Alte Kuppel des Wendelstein-40-cm-Teleskops Neue Kuppel des Wendelstein-40-cm-Teleskops Kugelsternhaufen M15
Wendelstein 40 cm Teleskop in alter 3 m Kuppel Neue 3.2 m Kuppel Eine 7.5 minütige R-Band Belichtung des Kugelsternhaufens M15, die im Rahmen von Inbetriebnahmetests erhalten wurde. Die insgesamt 15 Einzelaufnehmen belegen das einwandfreie Funktionieren der Nachführung des neuen 40 cm Teleskops (Aufnahme vom 18.12.2007).



2007: Neue 3.2 m Kuppel

Das Wendelstein-Observatorium bekommt eine neue 3.2 m Kuppel. Bei Windstille wurde am Samstag, den 29.9.2007, die neue 3.2 m Kuppel von der Firma Baader zum Observatorium mit dem Helikopter geliefert. Innen wird das neue 40 cm Teleskop zum Einsatz kommen.
Glorie bei Sonnenuntergang.

Videos 3.2 m Kuppel

Hubschrauberflug Kuppel-Funktionen



1988 - 2008: 80 cm Teleskop



Das 0.8 m Teleskop am Wendelstein

Das Wendelsteinteleskop wurde von der amerikanischen Firma DFM entwickelt. Es handelte sich hierbei um eine Ritchey-Chretien-Optik mit äquatorialer Gabelmontierung. Die Öffnung des Teleskops betrug 800 mm, die Fokallänge 9900 mm entsprechend eines Abbildungsmaßstabes von 20.8 Bogensekunden/mm in der Fokalebene und eines Öffnungsverhältnisses von F/12.4. Die Bedienung und Überwachung des Instruments erfolgte ferngesteuert von einem Kontrollraum aus.



Beobachterraum des 0.8 m Teleskopes

Hier waren auch eine Reihe von Monitoren installiert, die erlaubten, den Teleskop-Status und die Teleskopbewegungen zu kontrollieren, die meteorologischen Bedingungen zu überprüfen und das Bildfeld einer CCD-Sucherkamera darzustellen. Auch die Kuppelöffnung wurde automatisch der Stellung des Fernrohrs nachgeführt. Eine in der Kuppel installierte Klimaanlage kühlte das Teleskop auf die in der jeweils folgenden Nacht zu erwartenden Temperatur, sodaß Kuppel- und Teleskop-Seeingeffekte weitgehend eliminiert werden konnten.

Fokalinstrumente

Im Cassegrainfokus konnte wahlweise eines der folgenden Instrumente montiert werden:




bis 2008: Meteoritenkamera

Am Wendelstein wurde bis 2008 eine Meteoritenkamera für das Überwachungsnetzwerk der DLR betrieben (Das Europäische Feuerkugelnetz).



Beispiel einer Feuerkugelaufnahme mit der Meteoritenkamera vom 13.1.2008 (mit freundlicher Genehmigung von Dieter Heinlein)



Sommer 2001: Umbau der Station

Jahrelang schon war das Problem bekannt: Handwerker, die Reparatur- und Wartungsarbeiten an den am Gipfel installierten Antennenanlagen des BR und des Mobilfunks durchführen müssen, benötigen, namentlich im Winter, einen gefahrlosen Zugang zu ihren exponierten Arbeitsplätzen. Und der führte bisher ausschließlich über das Gelände und die Räume des Observatoriums, wodurch die diensthabenden Astronomen immer wieder tagsüber während ihrer verdienten Ruhezeit gestört wurden.
Zur Abhilfe dieser für alle Beteiligten höchst unbefriedigenden Situation wurde 2001 vom BR ein separater Verbindungsgang auf der Nordseite der Station errichtet. Im Zuge dieser Bautätigkeit wurde vom Uni-Bauamt außerdem eine dringend notwendige Erweiterung des Observatoriums vorgenommen durch Einbau eines Elektronik-Labors, eines neuen Teleskop-Kontrollraums und eines Raums zur Vorbereitung von Beobachtungsinstrumenten für den nächtlichen Einsatz.





Die Baustelle am 26. Juni 2001 .....





..... und der fertige Umbau, 4 Monate später



Die folgende Bilder-Serie zeigt die Bautätigkeiten in chronologischer Reihenfolge:

Beginn der Baumaßnahmen am 7. Mai 2001.
Abriß von Bibliothek, Gästebad und Aufenthaltsraum.
Materialtransporte erfolgen ausschließlich mit Hubschrauber.
Der "tiefergelegte" Umgang für den Rundfunk wird erkennbar.
Der alte Seminarraum hängt in der Luft.
Die neuen Räume sind als "Laufstall für Astronomen" bereits sichtbar.
Der Laufstall bekommt sein Dach.
Am laufenden Band wird das neue Dach gedeckt.
Die obere Terrasse wird geteert (aber nicht gefedert).
Die neuen Räume sind schon isoliert,
damit der müde Astronom nicht friert.
Verschnaufpause der Zimmerleut
Richtfestsprücherl: Erst die Arbeit, ....
.... dann das Vergnügen.
Und endlich ist es soweit:
Der Umbau wird Ende Oktober abgeschlossen....
.... und die Schlüsselübergabe am 6. November 2001 ....
.... gebührend gefeiert!


Für Nostalgiker:

Vorher

Nachher

Der ehemalige Flur mit

Blick auf das Elektroniklabor.


Das kleine

Elektroniklabor.




1935 - 1989: Frühe Geschichte des Observatoriums



Die Sternwarte wurde im Dezember 1939 von Karl-Otto Kiepenheuer als Sonnenobservatorium der Luftwaffe (Wehrmacht) gegründet. Durch Beobachtung der Sonnenaktivität sollte eine möglichst genaue Vorhersage der optimalen Frequenzen für den militärischen Funkverkehr ermöglicht werden. Nach dem Zweiter Weltkrieg wurde das Observatorium für den gleichen Zweck von den US-Streitkräften finanziert. Seit 1949 gehört das Obervatorium zur Ludwig Maximilians Universität München.
Neben dem Sonnenobservatorium (der heutigen Sternwarte) existierte von 1950 bis 1960 Jahre eine Sternwarte auf dem Ostgipfel des Wendelsteins, bestehend aus einer Beobachtungskuppel und einem Wohnhaus. Dort forschte der Astronom Rudolf Kühn. Die Anlage wurde um 1965 komplett abgerissen; lediglich Übereste der Fundamente sind bis heute sichtbar. Dort, wo früher die Beobachtungskuppel stand, wurde später die Windkraftanlage errichtet.
In den sechziger Jahren wurde das Observatorium um einen Koronograph erweitert. Mit diesem Gerät konnte nun auch die Sonnenatmosphäre erforscht werden. Zunehmende Luftverschmutzung und eine Verlagerung der Forschungsschwerpunkte hin zur Nachtastronomie führten schließlich zu einer Einstellung der wissenschaftlichen Sonnenbeobachtung. Ende 1988 war es dann soweit: Die Anschaffung des 80 cm Teleskopes ermöglichte die Weiterführung des Beobachtungsbetriebes mit ambitionierter nachtastronomischer Forschung.

Wendelsteingipfel vor 1935

Wendelsteingipfel 1942

Wendelstein ca. 1936

Drehfunkfeuer 1942

Außer der kleinen Kapelle existierte vor 1935 keine Bebauung auf dem Gipfel des Wendelsteins. Dieses Bild zeigt das alte Gipfelkreuz, das viele Jahrzehnte am Gipfel stand. Gesamtansicht des Wendelsteins mit Berggaststätte, Gipfelweg und Bakensender am Standort des Observatoriums. Das Drehfunkfeuer, eine der militärischen Versuchsanlagen befand sich noch während des 2. Weltkrieges auf seinem Platz, dort wo sich heute etwa der Spektrographenraum befindet.

Observatorium vor 1970

Koronograph bei Zeiss

Koronograph mit Doppelrohr

Koronograph in den Sechzigern

In dieser Ausbaustufe der Sternwarte sind alle Sonnenteleskope in Betrieb. Der 20 cm Koronograph wurde 1963 bei Zeiss in Oberkochen gebaut. Aufnahme des Koronographs mit dem Doppelrohr. Der Koronograph war lange das Hauptinstrument zur Sonnenbeobachtung.

Sonnenobservatorium

Winteransicht, nach 1970

Rohbau der neuen Kuppel

Kommt eine...

Diese Luftaufnahme zeigt das Sonnenobservatorium in seinem Ausbauzustand etwa um 1975 herum. Der Blick vom Sendemast auf das Observatorium belegt die Regentschaft des Winters. Ebenfalls im Winter, diesmal 1988, harrte der Rohbau des neuen Teleskopes auf wärmere Zeiten. Es ist soweit. Das neue Gebäude soll mit einer Kuppel gekrönt werden.

...neue Kuppel geflogen!

1st Light des 80 cm Teleskopes

Das erste Bild!

Teleskop mit Photometer

Gar nicht so einfach, dieses unförmige Gebilde auf das Gebäude aufzusetzen. 1988 erfolgte Aufbau und Inbetriebnahme des neuen 80 cm Ritchey Cretien Teleskopes Das erste Bild zeigt den Orionnebel M42, aufgenommen von Alex Fiedler. Eines der ersten Geräte am 80 cm Teleskop war ein einfaches Photometer.

Arbeiten am Vielkanalphotometer

80 cm Teleskop

Historische Bergfahrt

Gast mit Fell

Winter am Gipfel

Das Vielkanalphotometer MCCP war besonders in der ersten Hälfte der Neunziger Jahre unser wissenschaftliches Hauptinstrument. Kuppel und Kontrollraum des 0.8 m Teleskopes Diese alte Postkarte zeigt die historische Zahnradbahn. Der Fuchs schaut immer wieder mal nach dem Rechten. Auch vor dem 2. Weltkrieg gelangen schon beeindruckende Winterimpressionen.




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Tolle Landschaftsbilder vom Wendelstein sind hier zu finden.



Letzte Änderung: 22. Mai 2018 durch U. Hopp (hopp .at. usm.lmu.de), webmaster: (webmaster .at. usm.lmu.de)
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